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Kita Sonnenschein schließt im Sommer 2027


„Die Geburtenrate in Rehburg-Loccum sinkt und wir müssen reagieren“, fasst Judy Grothe das Ergebnis ihrer jüngsten Kita-Bedarfsplanung zusammen. Die Entwicklung der Kinderzahlen behält sie – als Fachbereichsleiterin zentrale Dienste, Bildung und Tourismus – stets im Blick. Und reagiert, wenn sich abzeichnet, dass mehr oder weniger Gruppen notwendig sind.

Weniger Geburten und Platz für die Feuerwehr

Dass sich für den Sommer des folgenden Jahres ein deutlicher Rückgang abzeichnet, ist jedoch nur ein Grund für die Schließung der Kita Sonnenschein. Ein weiterer liegt darin, dass die Freiwillige Feuerwehr, mit der die Kita sich ein Gebäude teilt, auf dem Gelände einen Neubau bekommen soll. Dafür muss das alte Gebäude weichen.

„Wir versuchen bereits seit einiger Zeit, keine sehr jungen Kinder mehr aufzunehmen“, berichtet Grothe. Damit solle möglichst vielen Kindern ein Umzug in eine andere Kita erspart bleiben.

Marder bringt Kita-Alltag durcheinander

Andererseits seien die Sonnenschein-Kinder gerade jetzt umzugserprobt und hätten offenkundig jede Menge Spaß daran, fügt Kita-Leiterin Mareen Vennes lachend hinzu. Erst vor wenigen Tagen ist eine der beiden Gruppen aus dem Erd- ins Obergeschoss umgezogen. Mit erheblicher Ernsthaftigkeit, weil die Kinder unter den aufmerksamen Augen der Kita-Fachkräfte als Umzugshelfer:innen fungieren und ihre liebsten Schätze die Treppe hinauftragen durften.

Dieser Umzug war allerdings ungeplant. Seit einigen Monaten tollt ein Marder auf dem Dachboden des Hauses herum und hat es zu Wege gebracht, eine Decke zu durchfeuchten. Seitdem ist ein Teil eines Gruppenraums gesperrt und der Umzug in die oberen – nicht betroffenen – Räume wurde nötig.

Gesundheitsamt und Jugendamt sind informiert und befürworten diese Lösung. Sobald es gelungen ist, den Marder zu fangen, wird renoviert.

Gute Lösungen für Kinder, Eltern, Mitarbeitende

Doch ob umzugserfahren oder nicht – der Wechsel in eine andere Kita ist ein großer Umbruch im Leben von Drei- bis Sechsjährigen – weshalb Grothe und Fachdienstleiterin Kinder, Jugend und Soziales, Birgit Völlers, nach den besten Lösungen für jedes einzelne Kind suchen.

„Wir gehen nicht davon aus, dass die Gruppen geschlossen in eine der anderen Kitas wechseln können“, sagt Völlers. Sie würden aber versuchen, so vielen Eltern- und Kinderwünschen, wie nur möglich, entgegenzukommen.

Ähnlich sozialverträglich wollen Grothe und Völlers auch den Übergang der Mitarbeitenden gestalten. Alle sind informiert, alle werden innerhalb der Kitas der Stadt wechseln können. „Wir bieten ihnen allen auch an, in dieser oder jener Kita vorher zu hospitieren“, sagt Grothe. Damit auch diese Übergänge alle zufriedenstellen.

Auch die Spielwiese wird verkleinert

Eine weitere Gruppenschließung stellt sie für das Kita-Jahr 2028/29 in Rehburgs Kita Spielwiese in Aussicht. Sofern sich die Geburtenzahlen nicht stark verändern, soll zu jenem Zeitpunkt die Gruppe aufgelöst werden, die vor einigen Jahren in dem sogenannten Forscher-Raum eingezogen ist. Wie in der Kita Sonnenschein sind Grothe und Völlers auch dort schon jetzt darauf bedacht, nach Möglichkeit keine Drei- und Vierjährigen aufzunehmen. Auch wenn Umzüge gelegentlich viel Spaß machen können.