
Bild: ade
Auf der Baustelle vorne rechts am Weg am Ziegendamm läuft alles plangemäß. Drei Tiefbauer setzen Rasengittersteine – die Parkflächen, die entstehen, sollen nicht übermäßig viel Fläche versiegeln. 33 Fahrzeuge können ab Juli bequem dort abgestellt werden. Und deren Insassen wird mit dem Parkplatz ein neuer Einstieg in den Brüder Grimm Märchenweg eröffnet.
Zwei weitere Märchenfiguren hat Judith Weber aus unserem Tourismus-Fachbereich bereits in Auftrag gegeben. Die Schnitzarbeiten für ‚Hans im Glück‘ und ‚Die Bienenkönigin‘ laufen an. Nicht allzu weit von der Parkfläche sollen sie traumhafte Plätze bekommen und den Anreiz erhöhen, genau hier mit dem Spaziergang in den Rehburger Bergen auf Grimms Spuren zu beginnen.

Bild: ade
Der Märchenweg zieht viele Besucher:innen an. Oft reichen die Parkplätze an der Romantik Bad Rehburg nicht aus. Dem „wilden Parken“ im Ortskern, bei dem Anwohner:innen manchmal ihre Grundstücke nicht mehr verlassen können, soll so Einhalt und eine gute Ausweichmöglichkeit geboten werden. Eine mit Mehrwert!
Den Mehrwert beaufsichtigt Kai Nietfeld, der von den Parkplätzen zum ersten der drei Teiche eilt, die dem Park seinen Namen gegeben haben. Ringsum ist aufgeräumt und abgeholzt, der Teich entschlammt worden.
„In dem Teich sammelt sich ein großer Teil des Oberflächenwassers Bad Rehburgs“, erklärt er. Der Schlamm hatte allerdings den Ablauf komplett zugesetzt, das Wasser floss unkontrolliert ab. „Wir hatten nur noch 30 Zentimeter Wassertiefe“, berichtet er, „die Fische haben förmlich nach Luft geschnappt.“ Er hatte sich persönlich übers Wasser auf die kleine Insel in Teichmitte begeben, um sich davon zu überzeugen, dass sie unbewohnt ist und um eine Beeinträchtigung geschützter Art ausschließen zu können.

Bild: ade
Die beiden rückwärtigen Teiche würden nicht angerührt, berichtet der Ingenieur. Jener zur rechten Hand dürfe ohnehin nicht angefasst werden, denn dort wüchsen Krebsscheren – eine Wasserpflanzenart aus der Familie der Froschbissgewächse, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht und gesetzlich geschützt wird.
Der letzte der Teiche erscheint wild-romantisch mit glänzender Wasserfläche. So soll es bleiben – mit einer Bank auf dessen einer Seite, einigen Trimmgeräten auf der anderen.
Ungefähr dort skizziert Kai Nietfeld das letzte Vorhaben für den Park: ein wenig Fläche werde dort begradigt, um eine Pergola aufstellen zu können. Achteckig, mit acht Metern Durchmesser, einer offenen vorderen Front und einigen Sitzbänken.

Bild: privat
Ein annähernd ähnlicher Bau stand bereits einmal im Park an den drei Teichen – beliebt auch unter Bad Rehburger:innen, die sich dort gerne trafen. Vor mehr als 20 Jahren ging er eines Nachts in Flammen auf. Jetzt kommt Ersatz.
Die Fertigstellung lässt nicht lange auf sich warten: Bis Ende Juni 2026 soll alles fertig sein. Dann läuft die Finanzierung dieser Maßnahme innerhalb der Städtebauforderung von Bund und Land aus, von der Bad Rehburg mit diesem Projekt noch einmal profitiert. In Zahlen bedeutet das: von rund 230.000 Euro Baukosten bekommt die Stadt zwei Drittel erstattet.

